Musik aus dem Knast Das beeindruckende Projekt haftBARS

Musik aus dem Knast: Das beeindruckende Projekt haftBARS

Hey, Musikfans! 🎶 Heute nehmen wir euch mit in die Welt der Beats und Rhymes aus der Jugendstrafanstalt Berlin. Seit fast zwei Jahrzehnten haben Jugendliche hier die Chance, mit professioneller Unterstützung Musik zu machen. Das neueste Highlight? HaftBARS – ein Projekt, das vor Kurzem ein mega Konzert gegeben hat!

Ein Tag in Charlottenburg-Nord

Es ist ein sonniger Frühlingstag, als ich die letzten Schritte zur Jugendstrafanstalt in Charlottenburg-Nord mache. Vorbei an den hohen Mauern, die mit Nato-Draht gesichert sind, fühle ich die Aufregung in der Luft. Am Eingang werde ich freundlich empfangen und informiert, dass Handys während der Show abgegeben werden müssen – um die Anonymität der Insassen zu wahren. Nach einer kurzen Kontrolle geht’s mit ein paar anderen Gästen in den Saal.

Hier erwartet uns ein großer Mehrzwecksaal, der sich langsam mit Leuten füllt. Unter den Gästen sind einige bekannte Gesichter aus der Hip-Hop-Szene. Peter Fox und Nico von K.I.Z. sind am Start, und ich kann es kaum erwarten, was gleich passiert!

Die Show beginnt

Gegen 16 Uhr geht’s los! Nach ein paar einleitenden Worten von der Organisatorin Birgit Lang aka BiLa betreten vier junge Rapper die BĂĽhne. Sie sind Insassen der JSA und zeigen uns, was sie draufhaben, ohne ihre Namen zu verraten. Ihre Texte sind tiefgrĂĽndig und handeln von Reue, Sehnsucht und dem Leben hinter Gittern. Hier geht’s nicht um Muskelspiele, sondern um echte Geschichten.

Und das Beste? Die Show wird immer abwechslungsreicher! Später stößt Jörn Hedtke mit dem Klavier dazu und bringt zusammen mit seiner Tochter Lila die Bühne zum Beben. Der Applaus ist laut und voller Anerkennung – ein Besucher ruft sogar: „Lasst sie frei!“

Die Wurzeln von haftBARS

Ein paar Tage später habe ich ein ausführliches Gespräch mit Krone, einem der kreativen Köpfe hinter dem Projekt. Er erzählt von der Anfangszeit, als BiLa gefragt wurde, ob sie den Jungs helfen könne, Musik zu machen. Mit einem alten Kassettenrekorder startete alles und die Begeisterung war sofort da!

Die ersten Texte waren so gut, dass klar war: Hier steckt viel Potenzial drin. Aber biLa brauchte Unterstützung aus der Hip-Hop-Szene – und so kam Hedtke ins Spiel! Gemeinsam schufen sie das erste Projekt GittaSpitta, das viel Aufmerksamkeit bekam, aber die rechtlichen Hürden waren hoch. Die Jungs durften keine Einnahmen erzielen, Auftritte waren ausgeschlossen. Das hielt sie aber nicht auf!

Die Entwicklung von haftBARS

Heute läuft das Projekt immer noch und die Jungs sind kreativ wie nie. Hedtke erzählt von einem Rapper, der offen für alle Musikrichtungen ist. „Er liebt Rap, aber auch Pop und Rock!“, sagt er begeistert. Und genau das ist der Schlüssel – Musik als Ausdruck ihrer Erfahrungen und Träume.

Die Texte sind autobiografisch und es gibt keine Zensur. Hedtke betont: „Hier wollen die Jungs einfach etwas loswerden.“ Es ist ein wichtiger Prozess für sie, der auch therapeutische Aspekte hat.

Ein Blick in die Zukunft

Mit haftBARS und dem Podcast Zweidrittel FM schaffen BiLa und Hedtke einen Raum für kreative Entfaltung. Sie ermöglichen den Insassen, ihre Geschichten ohne Vorurteile zu erzählen und sich selbst zu reflektieren. Musik wird hier zum Ventil und gibt Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Ein beeindruckendes Projekt, das zeigt, wie wichtig Kreativität für die Resozialisierung ist!

Also, bleibt dran und verpasst nicht die nächsten News aus der aufregenden Welt der Musik! 🎤